[[Datei:Woody Allen portrait 2009.jpg|miniatur|Woody Allen (2009)]] '''Woody Allen''' (* 1. Dezember 1935 in Brooklyn, New York; bürgerlich ''Allan Stewart Konigsberg'') ist ein US-amerikanischer Komiker, Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Musiker. Neben den über 50 Filmen als Drehbuchschreiber und Regisseur hat Woody Allen zahlreiche Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen geschrieben. Darüber hinaus ist er begeisterter Jazzmusiker. Allen gilt als einer der bedeutendsten Filmregisseure unserer Zeit. Er wurde 23 Mal für den Oscar nominiert und erhielt die Auszeichnung viermal: 1978 für ''Der Stadtneurotiker'' in den Sparten Bester Regisseur und Bestes Drehbuch, 1986 mit ''Hannah und ihre Schwestern'' und 2012 mit ''Midnight in Paris'' jeweils für das beste Drehbuch. Allen nahm die Auszeichnungen nie persönlich entgegen. == Leben == [[Datei:Woody Allen and his Jazz Band in Irvine December 2006-1.jpg|miniatur|250px|Woody Allen bei einem Auftritt als Klarinettist im Dezember 2006]] Allan Stewart Konigsberg wurde als Sohn jüdischer Eltern im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Allens jüngere Schwester Ellen (* 1943) ist Filmproduzentin. Beide Eltern, der Vater Martin Konigsberg, ein Diamantschleifer (* 25. Dezember 1900; † 13. Januar 2001) und die Mutter Nettie Cherry Konigsberg (* 8. November 1906; † 27. Januar 2002), waren in der Lower East Side von Manhattan geboren und aufgewachsen. Die Familie lebte in Flatbush, einem jüdisch geprägten Viertel. Die Großeltern waren deutschsprachige bzw. jiddisch-sprechende Immigranten und auch in Allens Familie waren diese Sprachen neben dem Englischen noch geläufig. Obwohl die Eltern keine orthodoxen Juden waren, schickten sie ihren Sohn acht Jahre lang auf eine hebräische Schule. Später auf seine jüdische Herkunft angesprochen, äußerte Allen:

"Religionen sind mir keinen Pfennig wert. Ich erziehe auch meine Kinder nicht in der jüdischen Tradition. Ich glaube nicht an Gott und finde ohnehin alle Religionen dumm."
In einem Interview mit NZZ am Sonntag, 22. Juli 2012

Danach absolvierte Allen die Public School 99 und die Midwood High School, wo ''Red'', so der Spitzname des schmächtigen Rotschopfs, zum ersten Mal auf sich aufmerksam machte: durch sein herausragendes Talent im Kartenspiel (ein geflügeltes Wort in der Midwood High war „Never play cards with Konigsberg“). Er entwickelte ein gewisses Interesse fürs Theater, vor allem aber für das Kino und die Radioshows der 1940er Jahre, wie ''Duffy’s Tavern'' oder ''The Great Gildersleeve''. Allen bezeichnet sich selbst als Sportfan. Er spielte täglich bis zu zwei Stunden Klarinette. Um sein Taschengeld aufzubessern, begann er damit, für die Agentur David O. Alber Gags zu schreiben, die an Kolumnisten großer Tageszeitungen verkauft wurden. Dank seines Talents und der von ihm geknüpften Beziehungen durfte er bald Entertainment-Stars wie Sid Caesar zuarbeiten. Als 16 Jahre alter Frischling im Showbusiness beschloss Konigsberg, fortan den Künstlernamen „Woody Allen“ zu tragen. Trotz seines einträglichen Jobs belegte er – seinen Eltern zuliebe – einen ''Communications Arts Course'' an der New York University, wo er allerdings kaum je gesehen wurde. Ein prägendes Ereignis seiner Studienzeit war vermutlich, als er auf den Rat seines Dekans hin einen Psychoanalytiker aufsuchte. Er heiratete die 16-jährige Philosophiestudentin Harlene Rosen. Das junge Paar zog nach Manhattan und Woody stieg vom Gagzulieferer zum Drehbuchautor auf. Die Ed Sullivan Show, die Tonight Show und einige andere gehörten zu seinen Abnehmern. 1957 trat er, nominiert für den Emmy, das erste Mal aus dem Schatten seiner Auftraggeber und vor die Linse einer Kamera. Ungefähr zu der Zeit ging seine Ehe mit Harlene auch schon in die Brüche. Bis sie ihn 1969 auf zwei Millionen Dollar verklagte, war sie der Hauptgegenstand seiner Gags, die er mittlerweile auch in Form von Prosa veröffentlichte. Er fing nun an, Theaterstücke zu schreiben und aufzuführen, aber sein ganzer Ehrgeiz galt dem Plan, Stand-up-Comedian zu werden, ein Alleinunterhalter, der Mitte der 1950er Jahre in Mode gekommen war. Sein erster Auftritt 1960 im Nachtclub Duplex (Greenwich Village) geriet zum Fiasko. Seine Manager bezeichneten ihn als schlechtesten Komiker, den sie je gesehen hatten. Und dennoch schafften sie es, aus dem schüchternen und linkischen Auftreten eine Masche zu machen und damit einen unverwechselbaren Stil zu kreieren, mit dem Allen zum Geheimtipp avancieren sollte. Es brauchte seine Zeit und sicher einige Mühen. Aber Konigsberg schuf daraus im Laufe der Jahre die Kunstfigur Woody, die bis vor kurzem nahezu unverändert in den meisten seiner Filme zu sehen war. Vor seiner ersten Filmproduktion 1965 (Drehbuch zu ''Was gibt’s Neues, Pussy?)'' schrieb Woody Allen bereits 14 Jahre lang Witze, die er größtenteils als Stand-up-Comedian benutzte oder verkaufte. Er war auf dem besten Wege, mit seinem ungewöhnlichen intellektuellen Stil und den erfundenen Geschichten aus seinem Privatleben zu einer nationalen Berühmtheit aufzusteigen. Seine ersten Schritte in dem neuen Medium tat er nach demselben Rezept, das ihm auf der Bühne so großen Erfolg beschert hatte. Etwa zu dieser Zeit lernte er die junge Schauspielerin Louise Lasser kennen, die er 1966 heiratete. 1971 wurde die Ehe wieder geschieden, und Lasser durfte noch größere Rollen in ''Bananas'' und ''Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten'' spielen. Die Woody-Allen-Filme zwischen 1965 und 1975 zeichnen sich vor allem durch ihre Kombination von absurdem Sprach- und Bildwitz aus (etwa bei ''Der Schläfer'', wo der Erzschurke mit einer riesigen Erdbeere niedergeschlagen wird). Wie im Nummern-Kabarett dient die skurrile Handlung oft bloß dazu, eine Abfolge von Gags zu inszenieren. Mangels eigener formaler Mittel bediente sich Allen bereits vorhandener Erzählkonzepte, die er durch Satire neu beleuchtete, wie etwa bei ''Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten'', einer Travestie der Aufklärungsfilme der 1960er. Charakteristisch für sein Frühwerk ist außerdem, dass (zumindest seiner eigenen Aussage zufolge) bis zu fünfzig Prozent des jeweiligen Films erst auf dem Set improvisiert wurde. Viele der eingesetzten Stilmittel, vor allem die Travestie und die teilweise arg surrealen Inhalte, sind auch in seinen 1971, 1973 und 1980 in Buchform veröffentlichten Kurzgeschichten zu finden. [[Datei:Mia Farrow.jpg|miniatur|hochkant|Mia Farrow im Mai 2008 als UNICEF-Botschafterin in Bangui]] Ab Mitte der 1970er Jahre wurde der humoristische Anteil in seinen Filmen zugunsten einer dramatisch anspruchsvolleren Handlung differenzierter. In dieser Zeit agierte seine damalige Lebensgefährtin Diane Keaton häufig als Spielpartnerin und weibliche Hauptdarstellerin. Zum Ende des Jahrzehnts schließlich trat Mia Farrow in sein Leben, die fortan in sehr unterschiedlichen Rollen in Allens Filmen glänzen konnte. Der Film ''Ehemänner und Ehefrauen'' markiert das Ende der Zusammenarbeit von Allen und Mia Farrow, die seit Anfang der 1980er Jahre ein Paar waren. Ihre Beziehung ging in die Brüche, als Mia Farrow 1992 von Allen aufgenommene Nacktfotos der 21-jährigen Adoptivtochter Soon-Yi Previn (* 1970) entdeckte und Allen daraufhin sein Verhältnis mit Soon-Yi eingestand. Die nachfolgende gerichtliche Auseinandersetzung um das Sorgerecht für die übrigen Kinder brachte Allen mächtig in Bedrängnis. Mia Farrow hatte Soon-Yi Previn zusammen mit ihrem damaligen Mann André Previn adoptiert, weshalb Allen Soon-Yi – im Gegensatz zu Mia Farrows anderen Adoptivkindern Dylan und Moses – nicht hatte adoptieren dürfen. Farrow und Allen hatten zudem seit 1987 den gemeinsamen Sohn Satchel Farrow. Den Prozess um das Sorgerecht gewann Mia Farrow, sie bekam am 7. Juni 1993 das alleinige Sorgerecht für Dylan und Satchel zugesprochen. Allens Adoptivsohn Moses durfte selbst entscheiden und lehnte einen weiteren Kontakt zu Allen ab. Woody Allen wurde zwar vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs an Dylan (damals sieben Jahre alt) de facto freigesprochen – es blieb ihm aber ausdrücklich verboten, dieses Kind zu sehen. „Das Gericht stellte in so gut wie allen Punkten seine elterliche Eignung infrage und nannte Allens Verhalten den Kindern gegenüber ‚missbrauchend und gefühllos’“, hieß es dazu am 8. Juni 1993 in der New York Times. Obwohl Allen Soon-Yi bereits im Alter von etwa 11 Jahren kennengelernt hatte und rund 13 Jahre mit Mia Farrow zusammen war, bestritt Allen später, eine vaterähnliche Figur für Soon-Yi gewesen zu sein. Im Dezember 1997 heirateten Woody Allen und Soon-Yi Previn, die ihrerseits zwei Kinder adoptierten. == Werk == === New-York-Trilogie und erster ernster Film === Woody Allen wollte nicht wie einst Charlie Chaplin für den Rest seines Lebens auf die Rolle des Tolpatsches und Filmclowns festgelegt werden. Schon zu Zeiten von ''Die letzte Nacht des Boris Gruschenko'' bekommen seine bisher recht belanglosen Klamaukfilme einen dunkleren Unterton. 1976 spielt er seine erste ernste Rolle in ''Der Strohmann''. Im selben Jahr beginnt er auch mit den Dreharbeiten zu ''Der Stadtneurotiker'', der in jeder Beziehung einen Bruch zu seinen bisherigen Filmen darstellt, wobei er zum ersten Mal mit dem Kameramann Gordon Willis zusammenarbeit, einem der führenden Directors of Photography der 1970er. ''Der Stadtneurotiker'' hat weder in Form noch Inhalt einen anderen Film oder ein Genre zum Vorbild. Auch kann Allen jetzt auf einige filmische Erfahrung zurückgreifen und nutzt verschiedene Aufnahme- und Erzähltechniken wesentlich stärker als zuvor. Gleichzeitig setzt er Stilmittel viel bewusster ein, die häufigen Zitate aus anderen Filmen beispielsweise sind kein Selbstzweck mehr, sondern haben ihrerseits eine eigene Funktion. Zusammen mit Kameramann Willis schuf Allen mit ungewöhnlichen Methoden und Stilbrüchen einen ganz andersartigen Film. Vor allem aber ändern sich die Inhalte. Woody Allen, mittlerweile 40 und frisch getrennt von Diane Keaton, zieht erstmals Bilanz über sein bisheriges Leben. Persönliche Erfahrungen hatte er schon immer in seine Arbeit einfließen lassen, ein famoses Beispiel hierfür sind Allens Witze über seine Exfrau Harlene Rosen („Quasimodo, ich will die Scheidung“), aber in ''Der Stadtneurotiker'' wird das Publikum erstmals wirklich einbezogen und hat das Gefühl, am Auf und Ab Woodys teilzuhaben. 1978 stellte Allen seinen ersten ernsten Film vor: ''Innenleben''. Allen, der hier nur als Regisseur fungiert, erzählt in präzisen Bildern (Willis) vom Zerfall einer bürgerlichen Großfamilie. Die Leere und Anonymität der Innenräume – daher auch der Originaltitel – kontrastiert die emotionalen Verwirrungen der in ihnen wohnenden Protagonisten. ''Innenleben'' gilt als Allens deutliche Hommage an den schwedischen Regisseur Ingmar Bergman, ist jedoch auch im Kontext der Beziehungsfilme der späten 1970er und längst schon als Werk mit eigener Berechtigung zu sehen. In ''Manhattan'' bezog Allen 1979 wieder stärker komödiantische Elemente ein. Anders als bei ''Der Stadtneurotiker'' versuchte er, dennoch einen relativ ernsthaften Film zu drehen. Der typische Allen-Vorspann – Schwarzbild mit weißen Anfangstiteln, unterlegt mit Jazzmusik – fällt hier weg. Stattdessen sieht man eine Abfolge von New-York-Ansichten in Schwarzweiß, wobei Allen hier zum ersten und bisher einzigen Mal als Regisseur auf Breitwandbilder in Panavision setzt (2,35:1). Man hört Allens Stimme, der mehrmals versucht, ein erstes Kapitel zu texten, abbricht und wieder neu beginnt. Schließlich meint er: „New York was his town, and it always would be.“ Dann brandet große symphonische Musik von George Gershwin auf. Allen ist hier als krisengeplagter TV-Autor Isaac Davis zu sehen, der zwischen verschiedenen Frauen steht und sich erst am Ende zu entscheiden vermag. ''Der Stadtneurotiker'' und ''Manhattan'' gelten inzwischen unbestritten als Allens größte Erfolge. Diese Filme verbanden seinen Namen auch untrennbar mit dem Big Apple. Den letzten Teil der sogenannten New-York-Trilogie bildet ''Stardust Memories'', das stark an Federico Fellinis ''8½'' orientiert ist. Wie die beiden Vorgänger ist ''Stardust Memories'' deutlich autobiografisch angehaucht, spielt also in New York und handelt von einem Filmschaffenden. Allerdings handelt er auch von dessen übergroßer Verachtung für sein Publikum, was Allen in den USA lange Zeit nicht verziehen wurde. Es schien fast, als wollte er ein für allemal das Clownsimage ablegen, obwohl er, nach einem Sturm der Entrüstung, darauf bestand, dass es zwischen dem Protagonisten seines Filmes und ihm selbst keinerlei Parallelen gebe. === Die 1980er === Unter manchen Filmkritikern herrscht die Meinung vor, dass Woody Allens Filme in dieser Periode nur mit sowjetischen oder polnischen Beispielen zu vergleichen seien. Tatsächlich hat er sich noch nie sehr viel aus Hollywood und der US-amerikanischen Filmbranche gemacht. Er war nicht einmal bei der Oscarverleihung, als ''Der Stadtneurotiker'' vier Academy Awards gewann. Was seine Filme betrifft, lassen sich zwei Linien unterscheiden. Auf der einen Seite entwickelt er seine Komödien weiter, die nun zu Tragikomödien werden. Die Story wird aufwändiger, sie spielt oft in mehreren Handlungs- und Realitätsebenen. Die Filme sind auch einiges aussagekräftiger als seine frühen Komödien, ihre Aussage wird nicht mit plumpen Gags kaschiert. Fast alle haben ein ''Sad Ending'', wie zum Beispiel ''The Purple Rose of Cairo'', wo die Protagonistin am Ende noch unglücklicher und einsamer ist als zu Anfang. Bei ''Eine Sommernachts-Sexkomödie'' zeigt sich Allen 1982 von William Shakespeares ''Ein Sommernachtstraum'' und dessen amourösen Verwicklungen beeinflusst. Mit ''Zelig'' präsentiert Allen 1983 eine Satire über einen Menschen, der sich chamäleonartig ständig an seine Umwelt anpasst, der unter chassidischen Juden zum chassidischen Juden und unter Nazis zu einem Nazi wird. Allen porträtiert in diesem Film, der wie ein Dokumentarfilm mit scheinbaren Ausschnitten aus Wochenschauen inszeniert ist, einen Menschen, dessen Unpersönlichkeit ihn durch die Zeiten treiben lässt. 1984 erzählt Allen in ''Broadway Danny Rose'' von einem New Yorker Künstleragenten, der sich in mafiöse Kreise verirrt, und porträtiert das Milieu von Standup-Komikern, das die Basis für seine eigene Karriere war. Mit seiner Komödie ''Hannah und ihre Schwestern'' erzielte Allen noch einmal einen großen Erfolg, sowohl in kommerzieller Hinsicht als auch bei den Kritikern. Der Film erhielt drei Oscars, einer, für das beste Drehbuch, ging direkt an Woody Allen. Andererseits experimentiert Allen mit alternativen Formaten: So dreht er beispielsweise mit ''September'' oder ''Eine andere Frau'' Dramen, die ohne jede Komik auskommen. Kritiker warfen ihm allerdings vor, mit solchen Filmen nur den von ihm verehrten Bergman kopieren zu wollen, übersahen jedoch Allens eigenständigen Ansatz. Auch ein Film über seine Kindheit, ''Radio Days'', am einfachsten zu beschreiben als Kostümfilm, entsteht. Im Gegensatz zum ebenfalls autobiografischen Theaterstück ''The Floating Lightbulb'' durfte dieser sogar nach seiner Uraufführung weiter gezeigt werden, das Stück zog Allen nämlich wieder zurück. Bei ''Verbrechen und andere Kleinigkeiten'' schilderte Allen eine tödliche Mordintrige, vermied jedoch nicht gelegentliche komödiantische Elemente. Bei diesem Film arbeitete Allen zum ersten Mal mit dem Bergman-Kameramann Sven Nykvist zusammen. === Die 1990er === Nach ''Verbrechen und andere Kleinigkeiten'' fand Allen allmählich zu einem neuen Stil. An die Stelle seiner schwarzseherischen Tragikomödien traten nun andere, die wieder leichter und beschwingter anmuten. In Filmen wie ''Alice'' hat er zwar nach der Meinung vieler Kritiker Schwierigkeiten, zu einem überzeugenden Ende zu kommen, aber diese neueren Filme stehen dennoch für eine im Gegensatz zu den frühen Komödien dramatisch fundierte Entwicklung, mit einem im Gegensatz zu den Filmen der Achtziger positiven Tenor. In ''Ehemänner und Ehefrauen'' schloss Allen 1992 die Reihe seiner Filme mit Mia Farrow ab. Der Film handelt von der Liebe und der Beziehungsfähigkeit, wobei der Treue eine eindeutige Absage erteilt wird. Kurzfristig ersetzte Diane Keaton Mia Farrow 1993 bei ''Manhattan Murder Mystery'', der im weitesten Sinne eine Fortsetzung des ''Stadtneurotikers'' ist. Die Handlung war als Subplot für diesen Film vorgesehen, wurde aber aus Zeitgründen gestrichen. Danach verhalf Allen gleich in zwei aufeinanderfolgenden Filmen einer Schauspielerin zu einem Oscar (Dianne Wiest und Mira Sorvino), später bei ''Sweet and Lowdown'' Sean Penn und Samantha Morton zu Nominierungen. 1995 drehte Allen ''Geliebte Aphrodite''. Formal sehr streng, in oft langen Plansequenzen, erzählt der Regisseur (und Hauptdarsteller) vom langweiligen Leben mit seiner Frau (Helena Bonham Carter) und vom Seitensprung mit einem süßen, aber ziemlich einfältigen Callgirl (Mira Sorvino), die, ohne es zu wissen, die Mutter seines Adoptivsohnes ist. Der Film brilliert mit einem sporadisch auftretenden griechischen Chor, der in einem Original-Amphitheater in Südeuropa gedreht wurde. Der Chor übernimmt dabei – skandierend und tanzend – das Erzählen der Rahmenhandlung, wird aber zusehends in das Geschehen, das sich in New York abspielt, involviert. Irgendwann sitzt der in Lumpen gekleidete griechische Chorführer in Allens Upper-East-Side Luxus-Apartment und hilft ihm beim Ehebruch, indem er den Zettel mit einer Hand vor dem Verrutschen sichert, auf dem Allen, verdeckt vor seiner Frau telefonierend, die Telefon-Nummer des Callgirls notiert, mit der er später ein Verhältnis haben wird. Eine geradezu typische Allen-Szene, in der banale Realität mit Kunstfiguren anderer Epochen gemischt wird. Etwas Ähnliches hatte er auch in ''Mach’s noch einmal, Sam'' mit Humphrey Bogart konstruiert. Dabei setzte er dort wie hier das umstrittene, oft ernste Image dieser Figuren zu Steigerung der Komik ein. Mit Julia Roberts, Goldie Hawn, Drew Barrymore und anderen drehte er 1996 in New York, Venedig und Paris das auf bekannte Jazz-Standard-Songs aufgebaute Musical ''Alle sagen: I love you''. Bei ''Harry außer sich'' wurde Allen 1997 in der Bildsprache dem Originaltitel ''Deconstructing Harry'' – der nicht zufällig auf den Dekonstruktivismus anspielt – gerecht. Er dekonstruiert die physische Umgebung, verwendet kurze ''Jump Cuts'' und erzählt von einem Mann, der von anderen Menschen nur noch unscharf („out of focus“) gesehen wird. 1998 drehte Allen ''Celebrity'', eine Gesellschaftskomödie, in der er selber nicht auftritt, dafür jedoch einen selbstironischen Leonardo DiCaprio vorführt, der einen abgehobenen Hollywoodstar spielt und damit seine eigene reale Existenz satirisch bricht. Im selben Jahr lieh Allen der Ameise ''Z'' in dem Warner Brothers-Streifen ''Antz'' seine Stimme. In der deutschen Synchronfassung übernahm dies sein Standardsynchronsprecher Wolfgang Draeger. Z-4195 – so die genaue Bezeichnung – weist dabei viele Facetten der von Woody Allen bekannten, von ihm konzipierten und verkörperten Charaktere auf: Zu Beginn des Films liegt Z auf der Couch eines Psychiaters. === Die 2000er und Allens europäische Phase === [[Datei:Owen Wilson Woody Allen Cannes 2011.jpg|miniatur|Allen und Hauptdarsteller Owen Wilson bei der Premiere ihres Films ''Midnight in Paris'' bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2011]] 1999 erschien der schon oben genannte Film ''Sweet and Lowdown'', des Weiteren im Jahr 2000 ''Schmalspurganoven'' mit Hugh Grant, 2001 ''Im Bann des Jade Skorpions'', 2002 ''Hollywood Ending'', 2003 ''Anything Else'' und 2004 ''Melinda und Melinda''. In einigen deutschen Kinos wurden die Filme mit Verzögerung im Original mit Untertiteln gezeigt, so wurde ''Anything Else'' erst im September 2004 dem deutschen Publikum vorgestellt. Ende 2005 in die Kinos kam ''Match Point'', der auf Festivals bejubelt wurde und viele Kritiker von einem neuen, wiedererstarkten Allen schwärmen ließ. ''Match Point'' war Allens erster Film, der ausschließlich in London spielte und produziert wurde. Auch sein nächstes Projekt ''Scoop – Der Knüller'' wurde in London gedreht, wie auch das Drama ''Cassandras Traum'', dessen Dreharbeiten 2006 abgeschlossen wurden. Der Film hatte im Mai 2007 bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere; Colin Farrell und Ewan McGregor verkörpern darin zwei Brüder im Londoner Arbeitermilieu, die in die Kriminalität abdriften. Für die weibliche Hauptrolle konnte man die noch unbekannte Britin Hayley Atwell gewinnen. Allens nächster Film ''Vicky Cristina Barcelona'' mit Scarlett Johansson, Rebecca Hall und Javier Bardem in den Hauptrollen sowie Penélope Cruz (gewann dafür ihren bisher einzigen Oscar) in der Nebenrolle wurde im Sommer 2007 in Barcelona gedreht und kam am 4. Dezember 2008 in die deutschen Kinos. Anfang September 2008 gab Allen mit einer Inszenierung von Giacomo Puccinis Einakter ''Gianni Schicchi'' sein hochgelobtes Debüt als Opernregisseur. Die in Zusammenarbeit mit der ''Los Angeles Opera'' produzierte Inszenierung entstand auf Vermittlung von Generaldirektor Placido Domingo, dem Allen zwei Jahrzehnte zuvor eine Oper versprochen hatte. ''Whatever Works'' wurde im Frühjahr 2008 in New York gedreht und eröffnete am 22. April 2009 das Tribeca Filmfestival in New York. In den deutschen Kinos startete der Film am 3. Dezember 2009. Die Dreharbeiten zu ''Ich sehe den Mann deiner Träume'' ("You Will Meet A Tall Dark Stranger") wurden im August 2009 in London beendet, und der Film feierte im Mai 2010 beim Internationalen Filmfestival in Cannes seine Weltpremiere. Auf der Besetzungsliste stehen Freida Pinto, Josh Brolin, Lucy Punch, Anthony Hopkins, Antonio Banderas und Naomi Watts. In die deutschen Kinos kam der Film am 2. Dezember 2010. === Das Spätwerk === Allen dreht weiterhin pro Jahr einen Film, sodass auch sein Spätwerk einen beachtlichen Umfang annimmt. Im Sommer 2010 fanden die Dreharbeiten zu ''Midnight in Paris'' mit Owen Wilson und Marion Cotillard statt. In einer Nebenrolle war die französische Präsidenten-Gattin Carla Bruni-Sarkozy zu sehen. Die Liebeskomödie um einen erfolgreichen US-amerikanischen Drehbuchautor (Wilson), der ins Paris der 1920er Jahre zurückversetzt wird, eröffnete 2011 die 64. Filmfestspiele von Cannes. In den deutschen Kinos startete der Film am 18. August 2011. Ende September hatte der Film bereits 107 Millionen US-Dollar eingespielt. Für das Drehbuch erhielt Woody Allen 2012 einen Oscar und Golden Globe Award. Darüber hinaus erhielt ''Midnight in Paris'' in drei weiteren Kategorien eine Oscar-Nominierung: beste Regie, bester Film und bestes Szenenbild. Im Sommer 2011 drehte Allen in Rom den Film ''To Rome With Love''. Auf der Besetzungliste stehen: Jesse Eisenberg, Ellen Page, Penelope Cruz, Alec Baldwin, Roberto Benigni, Judy Davis, Greta Gerwig, Alison Pill und Woody Allen selbst. Der ursprünglich für diesen Film geplante Titel "The Bop Decameron" wurde von Allen mit der Begründung "Ich konnte nicht glauben, dass kaum jemand vom 'Dekameron' gehört hat, selbst in "Nero fiddles" geändert, anschließend noch einmal in "To Rome With Love" umbenannt. Die Komödie besteht aus parallelen Geschichten über amerikanische und italienische Charaktere in Rom. „To Rome With Love“ orientiert sich auch am Film „Boccaccio '70“ aus dem Jahr 1961, der von Federico Fellini, Luchino Visconti, Mario Monicelli und Vittorio De Sica gedreht wurde. Wie „Boccaccio '70“ besteht Allens Film aus vier Episoden. Der Film kam am 20. April 2012 in die italienischen Kinos und am 22. Juni 2012 in die US-amerikanischen Kinos. Starttermin für Deutschland war der 30. August 2012. Allens jüngster Film trägt den Titel ''Blue Jasmine'' und wurde im Herbst 2012 in San Francisco und New York gedreht. Damit ist er in seine US-amerikanische Heimat zurückgekehrt. Auf der Besetzungliste stehen unter anderem Cate Blanchett, Michael Emerson und Alec Baldwin. Kinostart in den USA ist der 26. Juli 2013, in Deutschland gibt es noch keinen Starttermin. Außerdem wirkt er als Schauspieler im Film ''Fading Gigolo'' von Regisseur John Turturro mit, der zurzeit in New York gedreht wird. == Deutsche Synchronstimme == Von 1965 bis 2006 wurde Allen von Wolfgang Draeger als Standardsprecher synchronisiert. In dieser Zeit wurde er nur in zwei Filmen von anderen Schauspielern gesprochen. In ''Casino Royale'' (1967) lieh ihm Horst Sachtleben seine Stimme, in der Kinoversion von ''Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten'' wurde er von Harald Juhnke gesprochen. Für die Fernsehauswertung dieses Films im ZDF 1987 wurde sein Part jedoch wiederum von Draeger synchronisiert. Woody Allen war sogar der Meinung, die deutsche Synchronstimme von Wolfgang Draeger passe besser zu ihm als seine eigene. Im Jahre 2012 wurde Draeger in dem Film „To Rome With Love“ durch Freimut Götsch als Synchronsprecher ersetzt, da Draegers Stimme von Allen als zu alt empfunden wurde. == Woody Allen als Jazzmusiker == [[Datei:Woody.Allen.band.jpg|miniatur|Woody Allen mit Band, Jerry Zigmont (links), Simon Wettenhall]] Allen spielt regelmäßig Klarinette in einer Jazz Band im New Orleans (Traditional Jazz) Stil, bei ''Woody Allen with the Eddy Davis New Orleans Jazz Band''. Zuerst spielte Allen jeden Montag im Club "Alexander's", danach lange Zeit im Carlyle Hotel in Manhattan. Zur Band gehört auch der Posaunist Jerry Zigmont. Mit seiner Band war Allen auch 1996 auf Europa Tour, was Gegenstand des Dokumentarfilms ''Wild Man Blues'' von Barbara Kopple war (auch als DVD erschienen, der Soundtrack als CD bei RCA). Sie tourten auch schon in Griechenland, der Türkei, Südamerika und waren 2008 in Dresden. Gelegentlich tritt er auch mit seiner Band auf Jazz Festivals auf, wie dem Montreal Jazz Festival 2008. In seinen Filmen setzt er regelmäßig Jazzmusik ein, so in dem Film ''Sweet and Lowdown'' um einen (als Figur teilweise an Django Reinhardts kurze Zeit in den USA angelehnten) Jazzgitarristen. Ebenfalls Swing-orientiert war der ebenfalls als CD erschienene Soundtrack zu dem Film ''Radio Days'', der in den 1940er Jahren spielt. In dem Film ''Der Schläfer'' tritt er auch selbst als Jazzmusiker auf, mit dem Preservation Hall Orchester in New Orleans und dem New Orleans Funeral Ragtime Orchestra. Zwei mit seiner Lebensgefährtin Soon-Yi Prévin adoptierte Kinder nannte er Manzie und Bechet nach den Jazzmusikern Manzie Johnson und Sidney Bechet. Woody Allen geht als Musiker regelmäßig auf Tournee, und so war er im März 2010 und im März 2011 für jeweils drei Konzerte in Deutschland. == Werke == [[Datei:Estatua Woody Allen en Oviedo.jpg|miniatur|Eine Statue von Woody Allen in Oviedo, Spanien]] === Filme === Legende: B – Buch, D – Darsteller, R – Regie * 1962: The Laughmaker (B) * 1965: Was gibt’s Neues, Pussy? (''What’s New, Pussycat?'') (B, D) – Regie: Clive Donner * 1966: What’s Up, Tiger Lily? (R – allerdings nur Regie in Bezug auf die US-amerikanische Neusynchronisation, der Film wurde von Senkichi Taniguchi gedreht) * 1967: Casino Royale (B, D) * 1969: Woody, der Unglücksrabe (''Take the Money and Run'') (B, D, R) * 1971: Bananas (B, D, R) * 1971: Mach’s noch einmal, Sam (''Play it Again, Sam'') (B, D) – Regie: Herbert Ross * 1972: Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten (''Everything You Always Wanted to Know About Sex, But Were Afraid to Ask'') (B, D, R) * 1973: Der Schläfer (''Sleeper'') (B, D, R, Musik) * 1975: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (''Love and death'') (B, D, R) * 1976: Der Strohmann (''The Front'') (D) – Regie: Martin Ritt * 1977: Der Stadtneurotiker (''Annie Hall'') (B, D, R) * 1978: Innenleben (''Interiors'') (B, R) * 1979: Manhattan (B, D, R) * 1980: Stardust Memories (B, D, R) * 1982: Eine Sommernachts-Sexkomödie (''A Midsummer Night’s Sex-Comedy'') (B, D, R) * 1983: Zelig (B, D, R) * 1984: Broadway Danny Rose (B, D, R) * 1985: The Purple Rose of Cairo (B, R) * 1986: Hannah und ihre Schwestern (''Hannah and Her Sisters'') (B, D, R) * 1987: Radio Days (B, R) * 1987: September (B, R) * 1987: King Lear (D) * 1988: Eine andere Frau (''Another Woman'') (B, R) * 1989: New Yorker Geschichten, dritter Teil ''Ödipus Ratlos'' (''New York Stories: Oedipus Wrecks'') (B, D, R) * 1990: Verbrechen und andere Kleinigkeiten (''Crimes and Misdemeanors'') (B, D, R) * 1990: Alice (B, R) * 1991: Schatten und Nebel (''Shadows and Fog'') (B, D, R) * 1991: Ein ganz normaler Hochzeitstag (''Scenes From a Mall'') (D) – Regie: Paul Mazursky * 1992: Ehemänner und Ehefrauen (''Husbands and Wives'') (B, D, R) * 1993: Manhattan Murder Mystery (B, D, R) * 1994: Bullets Over Broadway (B, R) * 1994: Don’t Drink the Water (TV-Produktion) (B, D, R) * 1995: Geliebte Aphrodite (''Mighty Aphrodite'') (B, D, R) * 1995: Sonny Boys (''The sunshine boys'') (D) – Regie: John Erman * 1996: Alle sagen: I love you (''Everyone Says I Love You'') (B, D, R) * 1997: Harry außer sich (''Deconstructing Harry'') (B, D, R) * 1997: Wild Man Blues (D) * 1998: Celebrity (B, R) * 1998: Antz (Stimme) * 1998: The Impostors (D) * 1999: Sweet and Lowdown (B, D, R) * 2000: Schmalspurganoven (''Small Time Crooks'') (B, D, R) * 2000: Ich hab doch nur meine Frau zerlegt (''Picking Up the Pieces'') (D) * 2000: Cuba Libre – Dümmer als die CIA erlaubt! (''Company Man'') (D) * 2001: Im Bann des Jade Skorpions (''The Curse of The Jade Scorpion'') (B, D, R) * 2002: Hollywood Ending (B, D, R) * 2003: Anything Else (B, D, R) * 2004: Melinda und Melinda (B, R) * 2005: Match Point (B, R) * 2006: Scoop – Der Knüller (''Scoop'') (B, D, R) * 2007: Cassandras Traum (''Cassandra’s Dream'') (B, R) * 2008: Vicky Cristina Barcelona (B, R) * 2009: Whatever Works – Liebe sich wer kann (B, R) * 2010: Ich sehe den Mann deiner Träume (''You Will Meet a Tall Dark Stranger'') (B, R) * 2011: Midnight in Paris (B, R) * 2012: To Rome With Love (B, D, R) === Theaterstücke === Legende: UA – Uraufführung * 1966: ''Vorsicht, Trinkwasser!'' (UA 1966) * 1969: ''Spiel’s noch einmal, Sam'' (UA 1969) * 1975: ''Tod'' und ''Gott'' (UA 13. Januar 1978, Teaneck, New Jersey) * 1988: ''Eine Sommernachts-Sexkomödie'' (Theateradaption des Films; UA 1988) * 1995: ''Central Park West'' (UA 1995) * 1996: ''Kugeln überm Broadway'' (Theateradaption des Films; UA 1996) * 2003: ''Old Saybrook'' (auf Deutsch erschienen im Band "Central Park West – Drei Einakter") * 2003: ''Riverside Drive'' (auf Deutsch erschienen im Band "Central Park West – Drei Einakter") * 2004: ''A Second Hand Memory'' (bisher nicht auf Deutsch erschienen) * 2011: ''Honeymoon Motel'' (bisher nicht auf Deutsch erschienen) === Bücher === * 1971: ''Getting Even'' (dt. ''Wie du dir, so ich mir'', 1978) – ISBN 3-499-14574-X * 1975: ''Without Feathers'' (dt. ''Ohne Leit kein Freud'', 1979) – ISBN 3-499-14746-7 * 1980: ''Side Effects'' (dt. ''Nebenwirkungen'', 1981) – ISBN 3-499-15065-4 * 2006: ''Central Park West'' (dt. dito, 2006) – ISBN 3-596-16997-6 * 2007: ''Mere Anarchy'' (dt. ''Pure Anarchie'', Kein & Aber, September 2007, Übersetzung: Malte Krutzsch) – ISBN 3-0369-5504-6 == Auszeichnungen == * '''Academy Awards''' ** 1978 ''Oscar'' in den Kategorien ''Beste Regie'' und ''Bestes Originaldrehbuch'' (für ''Der Stadtneurotiker'') ** 1987 ''Oscar'' in der Kategorie ''Bestes Originaldrehbuch'' (für ''Hannah und ihre Schwestern'') ** 2012 ''Oscar'' in der Kategorie ''Bestes Originaldrehbuch'' (für ''Midnight in Paris'') ** Von 1978 bis 2012 außerdem 18 Mal als Regisseur oder Autor, und 1978 als Hauptdarsteller für den Oscar nominiert * '''Golden Globe Awards''' ** 1986 ''Golden Globe'' in der Kategorie ''Bestes Drehbuch'' (für ''The Purple Rose of Cairo'') ** 2009 ''Golden Globe'' in der Kategorie ''Beste Komödie'' (für ''Vicky Cristina Barcelona'') ** 2012 ''Golden Globe'' in der Kategorie ''Bestes Drehbuch'' (für ''Midnight in Paris'') * '''Writers Guild of America''' ** 1987 ''WGA Awards (Screen)'' in der Kategorie ''Bestes Originaldrehbuch'' (für ''Verbrechen und andere Kleinigkeiten'') ** 1990 ''WGA Awards (Screen)'' in der Kategorie ''Bestes Originaldrehbuch'' (für ''Hannah und ihre Schwestern'') * '''Directors Guild of America''' ** 1996 Preis für das Lebenswerk * '''Berlinale 1975''' ** 1975 Silberner Bär für das Lebenswerk ** 1975 Preis der Union International de la Critique de Cinema (UNICRIT) (für ''Die letzte Nacht des Boris Gruschenko'') * '''British Academy Film Awards''' ** 1993 ''BAFTA Award'' in der Kategorie ''Bestes Originaldrehbuch'' (für ''Ehemänner und Ehefrauen'') ** 1987 ''BAFTA Award'' in den Kategorien ''Bester Film'' und ''Bestes Originaldrehbuch'' (für ''Hannah und ihre Schwestern'') ** 1997 ''Ehrenpreis * '''Internationale Filmfestspiele von Cannes''' ** 1985 Fipresci-Preis (für ''The Purple Rose of Cairo'') * '''César''' ** 1980 ''César'' für den besten ausländischen Film (für ''Manhattan'') ** 1986 ''César'' für den besten ausländischen Film (für ''The Purple Rose of Cairo'') * '''Bodil Awards''' ** 1978 ''Bodil Award'' für den besten nicht-europäischen Film (für ''Der Stadtneurotiker'') ** 1980 ''Bodil Award'' für den besten nicht-europäischen Film (für ''Manhattan'') ** 1984 ''Bodil Award'' für den besten nicht-europäischen Film (für ''Zelig'') ** 1986 ''Bodil Award'' für den besten nicht-europäischen Film (für ''The Purple Rose of Cairo'') ** 1987 ''Bodil Award'' für den besten nicht-europäischen Film (für ''Hannah und ihre Schwestern'') * '''David di Donatello''' ** 1984 ''David di Donatello'' in der Kategorie ''Bester ausländischer Schauspieler'' (für ''Zelig'') ** 1985 ''David di Donatello'' in der Kategorie ''Bestes Drehbuch/Ausländischer Film'' (für ''Broadway Danny Rose'') ** 1987 ''David di Donatello'' in der Kategorie ''Bestes Drehbuch/Ausländischer Film'' (für ''Hannah und ihre Schwestern'') ** 2006 ''David di Donatello'' in der Kategorie ''Bester europäischer Film'' (für ''Match Point'') * '''Fotogramas de Plata''' ** 1974 ''Fotogramas de Plata'' für den besten ausländischen Darsteller ** 1986 ''Fotogramas de Plata'' für den besten (ausländischen) Film (für ''The Purple Rose of Cairo'') * '''Internationale Filmfestspiele von Venedig''' ** 1983 ''Pasinetti-Preis'' des italien. Filmjournalisten-Verbandes für den besten Film (für ''Zelig'') ** 1995 ''Goldener Löwe für das Lebenswerk'' * '''Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani''' ** 1980 ''Nastro d'Argento'' für den besten Regisseur (ausl. Film) (für ''Manhattan'') * '''Universität Pompeu Fabra, Barcelona''' ** 2007 Ehrendoktor/Ph. Honoris Causa '' Außerdem eine zweistellige Anzahl von Nominierungen für die oben genannten und andere Filmpreise sowie der '''Prinz-von-Asturien-Preis''' 2002. == Filmdokumentationen == * „Wild man Blues“, USA 1997, Länge 105 min., Regie: Barbara KoppleDokumentarfilm über Allens Karriere als Jazzmusiker. Die Filmemacherin begleitete Woody Allen's New Orleans Jazz Band auf ihrer 1996 Europatournee – dieser Film ist auf dem deutschen DVD/BluRay Markt nicht erschienen. * Deutscher TV-Dokumentarfilm von 2001, Regie: Georg Stefan Troller, 45 Minuten * „Woody Allen: A Documentary“, USA 2011, Länge 113 min., Regie: Robert B. Weide, Deutschlandstart des Films war am 12. Juli 2012.. im Oktober 2012 erschien der Film auf DVD in einer um 69 min. längeren Fassung auf dem deutschen Markt. == Trivia == Woody Allen schreibt alle seine Drehbücher auf seiner alten Schreibmaschine ''„Olympia SM 3“'' von 1952. Textkorrekturen schreibt er auch damit neu, schneidet sie mit einer Schere aus und tackert sie danach über dem alten Text fest.
Quelle: Wikipedia