Schwesta Ewa (* 16. Juli 1984 in Koszalin, VR Polen; bürgerlich Ewa Malanda, vormals Ewa Müller) ist eine deutschsprachige Rapperin und ehemalige Prostituierte aus der Frankfurter Szene. Malanda ist polnische Staatsangehörige.

Biografie

Ewa Malanda wurde 1984 im polnischen Koszalin als ältestes von drei Kindern geboren. Ihr bürgerlicher Name lautete Ewa Müller, den sie nachträglich ändern ließ. Sie wuchs ohne ihren leiblichen Vater auf. Der Umzug nach Deutschland war nur als Zwischenstation gedacht, da die Familie später in die Vereinigten Staaten auswandern wollte. Nach eigenen Aussagen wurde ihre Mutter jedoch beim Aufenthalt in Berlin eines Diebstahls überführt und die bereits bewilligte Green Card verfiel deswegen. Danach lebten sie in Kiel. Ewa sagt, sie habe aufgrund ihres Migrationshintergrunds früh mit Ausländerfeindlichkeit zu kämpfen gehabt und wurde deswegen als Kind psychologisch behandelt.

Über eine Stelle als Kellnerin in einem Kieler Rotlichtlokal kam sie erstmals mit dem Rotlichtmilieu in Kontakt und begann im Alter von 16 Jahren, als Prostituierte zu arbeiten. Nach ihrem Hauptschulabschluss im Jahr 2004 zog sie nach Frankfurt am Main.

2012 rappte sie auf den Liedern Beifall von Xatars Album 415 und Frauen auf dem Album Hinterhofjargon von Celo & Abdi. Am 5. Oktober 2012 veröffentlichte sie ihr Mixtape Realität. Anfang November 2012 war Schwesta Ewa in der Sendung NeoParadise des Senders ZDFneo zu Gast, in der sie Ausschnitte aus drei Liedern präsentierte.

Mitte 2014 kündigte sie für Januar 2015 ihr Debütalbum an. Der ursprüngliche Arbeitstitel Dr. Entjungferung (wobei Dr. für Deutschrap stehen sollte) wurde in Kurwa (polnisch: „Hure“) geändert. Für das Album arbeitete Schwesta Ewa erneut mit dem Label Alles oder Nix Records (AON Records) zusammen. Kurwa stieg auf Platz 11 in die deutschen Albumcharts ein, was den ersten Charterfolg in ihrer Karriere darstellt, und es verkaufte sich über 20.000 mal.

Am 17. November 2016 wurde Malanda von einer Einheit des SEK in Oeventrop vorläufig festgenommen. Dort wollte sie ein neues Album aufnehmen. Ihr wurde vorgeworfen, fünf weibliche Fans zur Prostitution gezwungen zu haben. Laut der Frankfurter Staatsanwaltschaft bestand der Verdacht des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, Zuhälterei, Körperverletzung sowie Steuerhinterziehung. Malanda saß daraufhin in der JVA Frankfurt-Preungesheim in Untersuchungshaft. Es wurde bekannt, dass in ihrer Bar in Frankfurt am Main zuvor bereits mehrere Durchsuchungen stattgefunden hatten. Am 18. April 2017 erhob die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen Malanda, am 8. Juni begann der Prozess und am 20. Juni 2017 wurde sie wegen 35-facher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexuellem Mißbrauch von Jugendlichen zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Die Vorwürfe der Zuhälterei und des Menschenhandels sah das Gericht allerdings nicht als erwiesen an, da Zeuginnen ausgesagt haben, dass sie sich freiwillig prostituierten und Malanda sie nicht gezwungen habe. Sowohl Malanda als auch die Staatsanwaltschaft und eine Nebenklägerin legten gegen die Verurteilung Revision ein und zogen vor den Bundesgerichtshof (BGH). Alle Revisionen wurden vom BGH verworfen, womit das Urteil rechtskräftig wurde.

Malanda lebt seit 2018 in Düsseldorf, wo sie im Januar 2019 eine Tochter zur Welt brachte.

Am 12. Januar 2020 trat Malanda ihre Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Willich II in Nordrhein-Westfalen an. Ihre einjährige Tochter durfte sie nicht mitnehmen.

Am 31. Januar 2020 erschien ihr drittes Album Aaliyah.

Quelle: Wikipedia