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Richard Clayderman

Richard Clayderman (* 28. Dezember 1953 als Philippe Robert Louis Pagès in Paris) ist ein französischer Pianist.

Die für ihn komponierte Musik ist publikumswirksam, unterhaltsam und wird gerne als „romantisch“ verstanden. Bekannt wurde Clayderman im deutschen Sprachraum Anfang der 1980er Jahre mit Fernsehauftritten, Kooperationen u. a. mit James Last und vor allem mit dem Stück Ballade pour Adeline, das als Beginn seiner Karriere angesehen werden kann.

Kindheit und Jugend
Als Sohn eines französischen Pianisten und Klavierlehrers wurde Clayderman unter dem bürgerlichen Namen Philippe Pagès geboren. Schon früh in seiner Jugend entdeckte die Familie sein großes Talent fürs Klavier, was ihn bereits im Alter von zwölf Jahren für eine Aufnahme im Konservatorium für Musik qualifizierte.

Karriere
1976 begann seine internationale Karriere, als er als Auftragspianist für das französische Produzenten-Duo Olivier Toussaint und Paul de Senneville ein für Sennevilles Tochter Adeline geschriebenes Stück aufnahm. Für die Veröffentlichung dieses Stückes, genannt Ballade pour Adeline, nahm er den Künstlernamen Richard Clayderman an, als Reminiszenz an seine Urgroßmutter, vor allem aber auch, um eine falsche Aussprache seines bürgerlichen Namens zu umgehen.

Die Single verkaufte sich über 22 Millionen mal in 38 Staaten. Seitdem verkaufte er weltweit über 70 Millionen Tonträger und erreichte eine Silberne, 19 Goldene und 13 Platin-Schallplatten. Mit der für ihn komponierten eingängigen Musik etablierte er sich neben Musikern wie André Rieu oder Helmut Lotti als Vertreter der populären Klassik, ließ aber auch vielen Kritikern Spielraum, seine Fertigkeiten als „lediglich kommerziell“ und „nur für seichte Pop-Unterhaltung hinlänglich“ zu bezeichnen. Trotzdem ist er im Bereich der Unterhaltung erfolgreich.

Familie
Er ist zum zweiten Mal verheiratet und Vater zweier Kinder, schottet seine Familie aber weitgehend von der Öffentlichkeit ab. Er gilt als zurückhaltend und introvertiert.

Eine kritische Stimme
"Es gibt Frisöre und es gibt Pianisten. Der Franzose Richard Clayderman ist ein Pianör." (Michael Naura in seinem Buch jazz-toccata, S. 209)

Sonstiges
In dem Roman "Tschick" von Wolfgang Herrndorf hören die beiden Hauptfiguren eine Kassette mit Musik von Richard Clayderman. In Folge 22 der in Deutschland sehr beliebt gewesenen Fernsehserie Das Erbe der Guldenburgs hat Clayderman einen Auftritt als er selbst auf einem Fest, bei dem er die Ballade pour Adeline spielt (ab Minute 28:49).
Quelle: Wikipedia