Patrick Bruel (* 14. Mai 1959 in Tlemcen, Algerien als Patrick Benguigui oder Maurice Benguigui) ist ein französischer Sänger, Schauspieler und professioneller Pokerspieler. Nach einem französischen Dekret im Jahre 2003 durfte Patrick Bruel offiziell den Namen Patrick Bruel-Benguigui annehmen.

Leben

Patrick Bruels Eltern Pierre Benguigui und Augusta Kammoun, die sich 1960 scheiden ließen, verließen wie fast alle algerischen Juden Algerien 1962 nach der Unabhängigkeit des Landes. Patrick Bruel wuchs bei seiner Mutter auf, die sich in den sechziger Jahren in Argenteuil, einem Vorort von Paris, niederließ.

Von 2004 bis 2007 war Patrick Bruel mit der französischen Autorin Amanda Sthers (alias Amanda Maruani) verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne. Seit 2009 ist er mit der TV-Moderatorin Céline Bosquet liiert.

Bruel engagiert sich seit Beginn seiner Karriere politisch. In den 1980er Jahren unterstützte er die Organisation S.O.S. racisme, 1995 verschob er geplante Konzerte in Orten mit Bürgermeistern der rechten Partei Front national in benachbarte Städte. Im Jahr 1998 erhielt er für sein Engagement den Nationalverdienstorden Ordre national du Mérite.

Musik

Sein erstes Album Vide hatte 1981 keinen Erfolg. 1984 machte er mit dem Chanson Marre de cette nana-là auf sich aufmerksam, insbesondere auch mit seinem ersten Fernsehauftritt in La Chance aux chansons von Pascal Sevran. Sein zweites Album kam 1987 heraus, in jenem Jahr gab er auch ein Konzert im Pariser L’Olympia. 1989 wurde sein Chanson Casser la voix ein großer Erfolg. Mit dem zugehörigen Album Alors regarde brach er in Frankreich alle Rekorde und versetzte die französische Musikwelt ins Staunen. Gleich die erste ausgekoppelte Single landete auf Platz eins der Hitparade, das Album wurde drei Millionen Mal verkauft. In der Reihenfolge der erfolgreichsten Alben in Frankreich seit 1968 steht es auf Platz 4. Bruels Konzerttournee 1990/1991 hatte über eine Million Zuhörer.

Mit seinen romantischen Chansons, die von Liebe, Kraft und Ehrlichkeit handelten, traf er den Nerv der Jugend, vor allem der weiblichen. In Frankreich prägte sich auf Grund des Verhaltens der jugendlichen Fans der an die Beatles angelehnte Begriff „Bruelmania“. Mit mehr als acht Millionen verkauften Tonträgern ist Bruel einer der erfolgreichsten französischsprachigen Musiker.

Bruel nimmt regelmäßig an dem jährlichen Wohltätigkeitskonzert der Enfoirés, dem größten Medienereignis in der francophonen Welt, teil.

Gastbeiträge

  • 2005: Dit is mijn stem (Casser la voix) (Xander de Buisonjé feat. Patrick Bruel)

Boxsets

  • 2015: Des souvenirs devant/Lequel de nous

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  • Frankreich Frankreich
    • 2014: für das Videoalbum Live 2014
  • Schweiz Schweiz
    • 2006: für das Videoalbum Poker Coach

Platin-Schallplatte

  • Europa Europa
    • 2000: für das Album Juste avant

2× Platin-Schallplatte

  • Europa Europa
    • 2004: für das Album Entre deux
  • Frankreich Frankreich
    • 2007: für das Videoalbum Live 2007
  • Kanada Kanada
    • 1993: für das Album Si Ce Soir

Diamantene Schallplatte

  • Frankreich Frankreich
    • 2003: für das Videoalbum Entre-Deux

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Poker

Neben seinen beruflichen Erfolgen ist Bruel auch erfolgreicher Pokerspieler. Er gewann bei der World Series of Poker in Las Vegas im Mai 1998 ein Bracelet in der Variante Limit Hold’em sowie ein Preisgeld von 224.000 US-Dollar. Anfang März 2014 erreichte er beim Main Event der World Poker Tour in Los Angeles den Finaltisch und belegte den mit mehr als 330.000 Dollar dotierten vierten Platz. Insgesamt erspielte sich Bruel bisher über 1,5 Millionen Dollar an Live-Preisgeldern. Er wird vom Onlinepokerraum Winamax gesponsert.

Auf dem französischen Sender canalplus präsentiert Bruel gelegentlich die Übertragung der World Poker Tour.

Quelle: Wikipedia