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Headhunterz

Headhunterz (bürgerlich: Willem Rebergen; * 12. September 1985 in Veenendaal) ist ein niederländischer DJ und Musikproduzent. Er ist auch unter dem Namen Antifact bzw. Shilo bekannt. Ihm gehört das Plattenlabel Scantraxx Reloaded, welches ein Sublabel von Scantraxx ist. Zusammen mit Wildstylez bildet Rebergen auch das Projekt Project One. Zu Beginn seiner Karriere war er fast ausschließlich im Bereich des Hardstyles aktiv. Als im Laufe der 2010er Stilrichtungen wie Big-Room die EDM-Szene dominierten, kombinierte auch Headhunterz diese mit seinem Hardstyle-Stil. Im Rahmen des von Q-Dance organisierten Events "Return of Headhunterz" im Ziggo Dome Amsterdam kehrte er am 30. September 2017 nach mehr als drei Jahren offiziell zum Hardstyle zurück.

Karriere
bis 2004: Musikalische Anfänge
Rebergen war bereits mit neun Jahren musikalisch im Kinderchor aktiv, nahm später CDs auf und wirkte in Filmen mit. Diese Erfahrungen halfen ihm später im Studio, obwohl die Hardstyleszene ihn erst später beim DJ-Set auf der Defqon.1 hörte. Das erste Mal kam Willem auf der Qlimax 2003 mit Hardstyle in Kontakt. Er war von der Musik und den DJs so fasziniert, dass er den Weg der Musikproduktion einschlug.

2004 trat er zusammen mit seinem Kollegen Bobby van Putten auf der Defqon.1 Talent Area auf und erreichte den ersten Platz. Gleich ein Jahr später, 2005, ging er an die Rock Academy, an der er feststellte, dass Hardstyle dort nicht gefördert wurde. Zeitgleich war er damals mit van Putten bei Hard Control unter dem Namen „Nasty D-Tuners“ unter Vertrag.

2005 bis 2012: Großer Erfolg in der Hardstyle-Szene
Allerdings zog es Rebergen trotzdem immer wieder in Richtung Scantraxx. Er begann Demos zu versenden. Diese blieben aber zunächst ohne Berücksichtigungen. Erst nach der Produktion „Antifact – War Figures“ war The Prophet interessiert. Er ist dafür bekannt und sagt es auch selber, dass seine Psychologie in Sachen „Bewerbungen“ beabsichtigt ist. Doch Rebergen blieb hartnäckig und so verließ er 2005 Hard Control und unterzeichnete den Vertrag beim Label Scantraxx. Aus rechtlichen Gründen durfte er den Namen von Hard Control nicht übernehmen. Headhunterz war geboren. 2006 trat er unter diesem Namen erstmals allein auf der Defqon.1 auf.

Sein Debüt als Produzent feierte Rebergen bei der Produktion von D-Tuned, das beim Label Scantraxx erschien. Anfang 2010 erschien sein Album Studio Sessions, das unter dem Motto „2010 will be the Year of Headhunterz“ präsentiert wurde. Die einzelnen Produktionen des Albums wurden nach und nach auf seiner Internetseite zum Download bereitgestellt und konnten nur mit Hilfe eines Codes, der dem Album beilag, heruntergeladen werden.

Im Oktober 2011 erlangte er beim jährlichen internationalen Voting des DJ Magazine Platz 17. Am 15. März 2012 wurde das neue Album Sacrifice als Digitale EP veröffentlicht. Der gesamte Erlös des Albums geht an die AIDS-Stiftung dance4life.

Headhunterz ist außerdem der erste Hardstyle-DJ, der ein auf sein Podcast bezogenes Event von Q-Dance gewidmet bekam. Am 20. Oktober 2012 fand es als erstes Hardstyle-Event im Ziggo-Dome Amsterdam statt. Das Anthem dazu ist „Power of Music“. Noch am Tag zuvor wurde er nach einer Vorjahresplatzierung von Platz 17 auf den 11. Platz des DJ Mag Top100 gewählt.

2013–2016: Genre-Wechsel zum Big-Room
Anfang 2013 hat er einen Vertrag beim Musiklabel Ultra Music unterzeichnet. Im gleichen Jahr gründete er das Label HardwithStyle Records. Anfang des Jahres 2015 wechselte er zu Hardwells Plattenlabel Revealed Records. Nur wenige Wochen später erschien die Single Once Again mit der er, ähnlich wie bei den Tracks Shocker und We Control the Sound zusammen mit W&W, die Genres Big-Room und Hardstyle kombinierte. Noch im Frühjahr begann er die Zusammenarbeit mit dem israelischen Hardstyle-Duo Crystal Lake, woraus das Lied Live Your Life, entstand, welches ein Sample des Instrumentaltracks Harder, Better, Faster, Stronger von Daft Punk verwendet.

Parallel zu Live Your Life machte auch eine Kollaboration mit Steve Aoki seine Wege durchs Internet. Power of Now wurde am 2. Oktober 2015 veröffentlicht. Auch dieses führte das Crossover Hardstyle und Big-Room fort. Doch aus unbekannten Gründen blieb selbst auf Beatport, wo beide mit beinahe jeder Single in den Top-10 landen jeglicher Erfolg aus. Auch die Vocal-Version Feel, die als Soundtrack des Filmes Point Break verwendet wurde, konnte keinen großen Erfolg einbringen. Die zweite Kollaboration mit Crystal Lake trägt den Titel The Universe Is Ours und konnte an den Erfolg von Live Your Life anschließen. Die Vocals wurden von Kifi eingesungen und waren ursprünglich auf dessen Lied Alive mit Reunify zuhören.

Ebenfalls zusammen mit Kifi nahm Headhunterz im Frühjahr 2016 das Lied Live Before We Die auf. Mit diesem entfernte er sich vorerst sowohl von seinem Hardstyle-, als auch von seinem Big-Room-Stil. Hierbei experimentierte er erstmals in Richtung Future-Pop, auch als Future-Bass bekannt, welche sich zwischen 2015 und 2016 durch The Chainsmokers’ Roses in der EDM-Szene etablierte. Lift Me Up folgte im selben Stil am 8. April 2016. Die Vocals wurden hierbei von Mike Taylor beigesteuert.

Am 9. Mai 2016 erschien die langerwartete Single Kundalini, die zusammen mit Skytech produziert wurde. Premiere feierte das Lied im Dezember 2015 bei Hardwells Auftritt beim „Lights All Night Festival“. Durch die starke Ähnlichkeit zu Bazaar von KSHMR und Marnik, wurde die Spur lange Zeit als, die angekündigte Kollaboration zwischen Heady und KSHMR gehalten. Der niederländische DJ und Produzent MOTi gab im März 2016 letztendlich bekannt, dass es sich um eine Produktion mit Skytech handle. Für die Vocals sorgte ein Sample des indischen Folksongs „Kulli vicho ni yaar lab le“ der indischen Sängerin Swarn Noora. Auf Snapchat stellte KSHMR zur selben Zeit die eigentliche gemeinsame Single vor, die Zeitgleich das Intro zur, im März 2016 erschienenen siebten Episode „This Is KSHMR“ ist, wo der Track als „Unknown“ gekennzeichnet ist.

Seit 2016: Rückkehr zum Hardstyle
Am 27. Juni 2016 kam es während des Auftritts von Technoboy und The Prophet auf der Mainstage des Hardstyle Festivals Defqon.1 zu einem unerwarteten Erscheinen von Headhunterz. Dieser stieg während des Erklingens der ersten Töne von Dragonborn auf das Mischpult. Aufgrund des Überraschungseffekts folgte ein starker Jubel der Fans. Grund für diesen Effekt war insbesondere, dass Heady sich seit längerer Zeit in keinem Verhältnis dem Hardstyle zugewendet hat. Er erzählte, dass er mit diesem Auftritt verdeutlichen wolle, dass er die Zeit des Hardstyles nicht vollständig hinter sich gelassen hätte.

Mit Wildstylez gab Headhunterz am 19. November 2016 auf dem Qlimax 2016 während ihres Auftritts bekannt, dass sie das Projekt „Project One“ wieder ins Leben gerufen hätten. Ebenfalls spielten sie dort ihre aktuellste Produktion Luminosity. Bekanntheit erreichte der Song bereits durch die Video-Blogs von Headhunterz, die er seit dem 19. September 2016 regelmäßig auf YouTube hochlädt. Dort verwendete er den Track als Intro.

Sein finales Hardstyle-Comeback verkündete er 2017 auf der Defqon.1. Dort präsentierte er zusätzlich zu seinem Auftritt auf der „Defqon Legends“ seine erste Hardstyle-Single seit drei Jahren. Diese trägt den Titel Destiny. In einem Interview mit den niederländischen Musikjournalisten von „Hard-News“ erläuterte er seine Entscheidung zum Hardstyle zurückzukehren ein weiteres mal.

Synchronsprecher
Rebergen ist außerdem ein niederländischer Synchronsprecher. Er spricht die Stimme des Troy Bolton in der niederländischen Version des Filmes High School Musical, welcher von Zac Efron gespielt wird. Im Film Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (auf niederländisch: „De Kronieken Van Narnia: De Leeuw, de Heks en de Kleerkast“) synchronisierte er William Moseley. In der niederländischen Version der Harry Potter Filme synchronisierte er die Zwillinge James Phelps und Oliver Phelps. Für die Trickfilmserie Rocket Power auf Nickelodeon lieh er seiner Stimme dem Charakter „Sam Dullard“. In der Trickfilmserie In einem Land vor unserer Zeit lieh er seine Stimme dem Dinosaurier Littlefoot.
Quelle: Wikipedia