Dana Rosemary Scallon (* 30. August 1950 in London, England als Dana Rosemary Brown), genannt Dana, ist eine ehemalige irische Sängerin und Politikerin. Sie wuchs im nordirischen Derry auf und gewann als Schülerin 1970 mit All Kinds of Everything den Eurovision Song Contest; seitdem veröffentlichte sie mehr als zwei Dutzend Alben.

Dana bewarb sich mehrmals um das Amt der Präsidentin von Irland und erreichte bei der Wahl 1997 einen Stimmenanteil von 13 %. Von 1999 bis 2004 war sie für Irland Mitglied des Europäischen Parlaments.

Leben

1970 trat sie mit dem Lied All Kinds of Everything beim Eurovision Song Contest in Amsterdam für die Republik Irland an und holte den ersten Sieg für dieses Land. Dana hatte bis Mitte der 1970er Jahre noch weitere Hits in den britischen und irischen Musikcharts und arbeitete auch als Radio- und Fernsehmoderatorin.

Auch in Deutschland war Dana sehr erfolgreich mit ihren Singles Meine erste Liebe, Spiel nicht mit mir und meinem Glück oder Bau dein Haus auf Liebe. Besonders mit den beiden Singles Wenn ein Mädchen verliebt ist und Vergiß nicht, daß ich dich liebe war sie im Spitzenfeld vieler Rundfunk-Hitparaden vertreten. Dana hatte 1972 einen Hit mit dem von Lynsey de Paul / Barry Blue verfassten Song "Crossword Puzzle" in Thailand. Der Song war am 26. August 1972 ein neuer Eintrag auf Platz 7 der HSA-Charts von Bangkok Radio, wie in Billboard (Magazin) aufgeführt. Es erreichte 2 Wochen lang (2. und 9. September) den zweiten Platz.

Da es ihr nicht gelang, das Image des „Sweetest Teenager on TV“ abzulegen, ließ ihre Popularität nach und sie wandte sich der Interpretation von religiösen (katholischen) Liedern zu, so zum Beispiel Totus Tuus anlässlich des Besuchs Papst Johannes Pauls II. in Irland 1979.

In den 1980er Jahren zog sie mit ihrem Ehemann Damien Scallon in die USA, wo sie sich bei einem christlichen Netzwerk engagierte und religiös geprägte Fernsehsendungen moderierte. Sie kehrte 1997 nach Irland zurück, um als parteilose Unabhängige für das Amt des Präsidenten von Irland zu kandidieren, unterlag aber Mary Robinson. 1999 gewann sie für die Region Connacht-Ulster einen Sitz im Europäischen Parlament.

Scallon tritt für Familienwerte ein und lehnt Abtreibung ab. Als sie jedoch einen von der Regierung vorgeschlagenen Verfassungszusatz für stärkere Restriktionen bei Abtreibungen als nicht streng genug ablehnte, verlor sie viel Unterstützung. Als sie 2002 erneut bei den irischen Wahlen für einen Sitz kandidierte, erhielt sie deshalb nur 3,5 Prozent der Stimmen in ihrem Wahlkreis.

Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2004 verfehlte Scallon einen erneuten Parlamentssitz. Daraufhin konzentrierte sie sich erneut auf eine Präsidentschaftskandidatur 2004, wurde jedoch nicht nominiert. Am 27. September 2011 wurde sie formal für die Präsidentschaftswahlen im Oktober nominiert. Sie erhielt bei der Wahl 2,9 % der Stimmen.

Quelle: Wikipedia